Eine der ersten Fragen beim Kauf oder Mieten eines Rollers ist eine einfache: Hat er eingebaute GPS-Navigation? Beim Stöbern begegnet dir die Frage überall, von welcher Roller hat GPS-Navigation über bester Elektroroller mit Navigation bis Roller mit eingebautem Display. Die ehrliche Antwort ist nicht die, die die meisten erwarten.
Ich baue Urban Rider, eine Navigations-App für Roller und Mopeds, ich habe in dieser Sache also ein eigenes Interesse. Aber die Fakten unten sind eindeutig und lohnen sich zu kennen, bevor du für einen Roller wegen seines Displays extra bezahlst.
Die kurze Antwort: Die meisten Roller haben keine echte eingebaute Navigation
Benzin-Roller, vom 50ccm-Pendler bis zur klassischen 125er, haben fast nie eingebaute Navigation. Du bekommst einen Tacho, eine Tankanzeige, vielleicht eine Uhr. Keine Karten, keine Abbiegehinweise.
Bei den meisten Elektrorollern ist es ähnlich. Das digitale Display zeigt Tempo, Akkustand und Fahrtdaten, was wirklich nützlich ist, aber es ist keine Karte und sagt dir nicht, wo du abbiegen musst. Nur eine kleine, wachsende Zahl vernetzter Premium-E-Roller hat ein Display, das tatsächlich Navigation anzeigen kann. Ein Roller mit eingebauter Navigation ist also die Ausnahme, nicht die Regel.
Selbst „Roller mit Navigation“ spiegeln meist nur dein Handy
Wenn ein vernetzter Roller tatsächlich Navigation zeigt, schau genau hin, wie das funktioniert, denn das Wort meint zwei sehr verschiedene Dinge. Meistens ist das Display ein zweiter Bildschirm für eine App auf deinem Handy: Das Handy übernimmt das Routing und hält die Karten, und der Roller spiegelt einfach den nächsten Abbiegehinweis auf ein kleines Display.
Das hat drei Haken. Der Bildschirm ist meist klein und niedrig aufgelöst neben dem Handy, das ohnehin in deiner Tasche steckt. Die Funktion ist an dieses eine, teurere Modell gebunden. Und das Routing darunter ist normalerweise eine allgemeine Karte, die weiterhin wie für ein Auto plant, nicht für ein langsames Zweirad. Mit anderen Worten: Die „eingebaute Navigation“, für die du extra bezahlt hast, ist oft nur ein kleineres Fenster zur selben Art Handy-App, die du ohnehin schon besitzt.
Warum ein Handy plus roller-taugliche App das Eingebaute schlägt
Sobald du erkennst, dass das Routing der entscheidende Teil ist, kippt der Vergleich. Ein Handy in einer Lenkerhalterung gibt dir einen großen, hellen, stets aktuellen Bildschirm auf jedem Roller, ob er nun ein schickes Display oder einen nackten Tacho hat.
Nimm eine App, die fürs Zweirad gebaut ist, dazu, und du bekommst das Eine, was eingebaute Geräte fast nie leisten: Routing, das dein Fahrzeug berücksichtigt. Die Roller- und Moped-Profile von Urban Rider meiden Autobahnen standardmäßig und errechnen Ankunftszeiten aus echten Rollertempos, nicht aus Auto-Geschwindigkeiten. Es kostet nichts, ist nicht an ein einziges Fahrzeug gebunden, und du kannst es vom Mietroller in Rom bis zu deinem eigenen zu Hause mitnehmen. Für die meisten Fahrer ist das ein besseres Navigations-Setup als alles, was am Display festgeschraubt ist.
So rüstest du jeden Roller in zwei Minuten mit Navigation nach
- Klemm eine Handyhalterung an deinen Lenker. Unser Leitfaden zur Handy-Navigation auf Roller und Motorrad behandelt Halterungen, Blendung und Vibration.
- Installiere Urban Rider, kostenlos, für iOS oder Android.
- Wähle dein Fahrzeugprofil, Roller oder Moped, damit Routen Straßen meiden, auf denen dein Roller nichts zu suchen hat.
- Gib dein Ziel ein und fahr los.
Das ist alles. Ob dein Roller ein smartes Display oder einen nackten Tacho hat, du hast jetzt Abbiegenavigation, die für ihn gemacht ist.
Wann ein eingebautes Display doch im Vorteil ist
Fairerweise: Eingebaute Displays sind nicht sinnlos. Sie sind wetterfest, sie zehren nicht an deinem Handy-Akku, sie halten dein Handy aus dem Blick, was ein kleiner Diebstahlschutz ist, und sie sehen aufgeräumt aus. Wenn dir diese Dinge am wichtigsten sind, ist ein vernetzter Roller eine schöne Sache.
Aber keines davon löst das Routing, und das ist der Teil, der dich tatsächlich ans Ziel bringt, ohne auf einer Straße zu landen, die dein Roller rechtlich nicht befahren darf. Ein montiertes Handy mit einer fahrzeuggerechten App deckt das Routing und den größten Teil des Komforts ab, auf jedem Roller, für nichts.
Ein kurzes Wort zu den Marken
Viele Hersteller, von vernetzten E-Roller-Startups bis zu etablierten Namen, die smarte Displays einbauen, integrieren Navigation in ihre Fahrzeuge, und das ist ein guter Trend. Urban Rider ist unabhängig und nicht mit einem Roller-Hersteller verbunden. Die App ist dafür gemacht, auf allem zu laufen, was du fährst, neben einem eingebauten Display oder an dessen Stelle.
Das Fazit
Wenn du einen Roller suchst und hoffst, dass das Display für dich navigiert, prüfe genau, was „Navigation“ bei diesem Modell wirklich bedeutet, denn oft ist es nur eine Spiegelung des Handys. Und wenn dein Roller gar kein Display hat, verpasst du nicht viel: Eine Handyhalterung und eine roller-taugliche App geben dir eine bessere, kostenlose, fahrzeuggerechte Navigation als die meisten eingebauten Systeme.
Urban Rider ist kostenlos für iOS und Android, braucht kein Konto und macht aus jedem Roller einen mit Navigation. Wie es sich gegen die üblichen Karten-Apps schlägt, liest du in unserem Leitfaden zu den besten Navi-Apps für Roller und Moped, und warum allgemeine Apps einen kleinen Roller falsch routen, steht in Google Maps mit dem 50ccm-Roller nutzen.
Häufige Fragen
Welche Roller haben eingebaute GPS-Navigation?
Nur eine kleine Zahl vernetzter Premium-Elektroroller hat ein Display, das Navigation anzeigen kann, und die meisten Benzin-Roller haben gar keins. Selbst wo ein Roller Navigation zeigt, spiegelt er meist eine Handy-App, statt selbst zu routen. Für die meisten Fahrer ist ein Handy in einer Lenkerhalterung mit einer roller-tauglichen App die leistungsfähigere und weit günstigere Lösung, und sie funktioniert auf jedem Roller.
Hat mein Elektroroller Navigation?
Die meisten Elektroroller zeigen Tempo, Akku und Fahrtdaten im Display, aber keine Abbiegekarten. Einige wenige vernetzte Modelle können Navigation anzeigen, meist vom Handy gespiegelt. Wenn deiner das nicht kann, verpasst du nicht viel: Handy montieren und eine Navi-App nutzen, die für Roller gebaut ist.
Kann ich Navigation an einem Roller ohne Display nachrüsten?
Ja, und so navigieren die meisten Fahrer ohnehin. Klemm eine Handyhalterung an den Lenker, installiere eine Roller-Navi-App wie Urban Rider, wähle dein Fahrzeugprofil und fahr los. Du bekommst Abbiegenavigation, die für einen Roller gemacht ist, ohne ein neues Fahrzeug zu kaufen.
Ist ein eingebautes Roller-Navigationsdisplay besser als eine Handy-App?
Bei dem, worauf es am meisten ankommt, dem Routing, meist nicht. Eingebaute Displays sind oft kleiner, an ein einziges Fahrzeug gebunden und nutzen dieselbe oder eine eingeschränktere Karte als dein Handy. Ein Handy mit einer fahrzeuggerechten App bietet einen größeren Bildschirm, aktuelle Karten und roller-spezifisches Routing, das Autobahnen meidet. Eingebaute Geräte haben kleine Vorteile, etwa dass sie wetterfest sind und dein Handy aus dem Blick halten.
Was ist Abbiegenavigation auf einem Roller?
Abbiegenavigation gibt dir jede Anweisung Schritt für Schritt während der Fahrt, per Sprache und auf dem Bildschirm, statt dass du eine ganze Karte lesen musst. Auf einem Roller funktioniert sie am besten mit einem am Lenker montierten Handy und einer App, die fürs Zweirad routet, damit die Abbiegehinweise dich von Straßen fernhalten, die dein Roller nicht befahren darf.
